MADemoiselle - Nachrichten aus dem Kopfstand


9. Juni 2021

 

MELLOWYELLOW - im Belvedere 21 - Inklusion auf Augenhöhe

4 verschiedene Szenen aus der Veranstaltung mit den Akteur*innen von Belvedere21, Österreichischer Alpenverein und MAD.

Gestern war ich im Belvedere 21, da wurde das Schul-Modell MellowYellow vorgestellt. Das war ein besonderes, auch seltenes Ereignis. Es geschieht ja nicht so oft, dass Spitzenvertreter*innen aus Kunst, Sport, Politik und Bildung eine Idee gemeinsam präsentiert bekommen. Das hat auch seinen Grund. Denn MellowYellow könnte ein Game-Changer im ewigen Streit um eine inklusive Schule werden. Denn bald soll es das in Wiener Schulen entwickelte Kunstprojekt in ganz Österreich und auch im Sportbereich geben. 

 

So waren neben dem MAD-Künstler*innen Team auch Vertreter*innen vom Österreichischen Alpenverein da – dem neuen Inklusionserfahrenen Kooperationspartner von MAD. 

Darunter Florian Kohlenberger-Hack, der das INKlettern initiiert hat, sogar der Paraclimbing Weltmeister Angelino Zeller hat von seinen Erfahrungen erzählt. Sehr spannend alles. 

Auch der Ort war gut gewählt. Die Ausstellung zu - Joseph Beuys: Denken.Handeln.Vermitteln. - hat den Rahmen gegeben, um diesen neuen, positiven Blick auf das ungelöste Thema Inklusion zu richten. Solidarische und mich beglückende Worte von Stella Rollig, der Generaldirektorin des Belvedere und auch die von Harald Krejci, dem Kurator der Ausstellung, die die Präsentation eröffnet haben. Ja es braucht Verbündete für gesellschaftliche Veränderungen. Die Gästeliste war auch beachtlich, eine starke Frauenriege, wen ich da so gesehen habe. Neben den vier Behindertensprecherinnen der GRÜNEN, SPÖ, ÖVP und NEOS - wow :-) Auch Fiona Fiedler, Michelle Proyer, Eva Blimlinger, Sibylle Hamann, dazwischen habe ich sogar Doris Uhlich gesichtet. Der erste Präsident des Wiener Landtages Ernst Woller, der zum Glück ein Unterstützer seit Jahren ist und Ja, auch Faris Rahoma, Andreas Salcher, Michael Pichler u.v.m. Und zum Ausklang auch noch die großartige Performance von Adil Embaby und Silke Grabinger. Da war nicht nur ich beeindruckt.

 

Denken, ja ausgedacht haben sich das MellowYellow Modell die zeitgenössische Tanzkünstler*innen von MAD, und gehandelt haben sie auch, bis Corona die Initiative kurzzeitig zur Pause zwang. Vermittelt wird einfach durch Vorleben und Bewegung, denn die Teams, die in die Schulen kommen sind immer Mixed-Abled, d.h. einer der Künstler*innen hat eine Behinderung, der/die andere nicht - aber sie agieren immer als Team auf Augenhöhe.

 

Ich wünsche mir, dass MellowYellow ein Game-Changer wird, der mit Bewegung die Schule bewegt. 

Die Voraussetzungen sind ja da: die besten Mixed-Abled-Sportler*innen Teams und Künstler*innen Teams, die schon in wenigen Schultagen Vertrauen statt Angst, Spaß statt Unsicherheit, Kreativität und offene Prozesse in die Schulen bringen können. Gibt es genug Raum und Zeit, könnten da im Nu überholte Vorstellungen auf den Kopf gestellt werden. 

 

Bekanntlich ist die MellowYellow Methode ja bereits bestens bewährt und wird von allen Expert*innen, aber vor allem von den Schüler*innen und Pädagog*innen hoch geschätzt und hochwillkommen angenommen. Und was mich besonders freut: Bis 2030 sollen 100 Künstler*innen und 100 Sportler*innen Teams in und für ganz Österreich aufgebaut werden!

 

Ob sich auch die unterschiedlichen Ressorts der Politik auf eine Zusammenarbeit verständigen können? 

 

Bei der Zersplitterung in Länder- und Bundeskompetenzen wird das ein weiteres wahres Kunststück werden … 

 

>>> Auf ganz bald!

Eure MADemoiselle